Al-Ghriba-Synagoge

Erleben Sie die älteste in Nordafrika erhaltene Synagoge – die Al-Ghriba-Synagoge. Das in dem Dorf Er-Riadh gelegene Gebetshaus wurde der Legende nach unter anderem aus einer Tür und Altarsteinen des im Jahre 586 v. Chr. zerstörten Jüdischen Tempels gebaut. Im 19. Jahrhundert wurde die Synagoge dann an der Stelle eines antiken Gebäudes gebaut. Mit ihren blauen Keramikfliesen und reichlich geschmückten Ornamenten ist diese Al-Ghriba-Synagoge eines der wichtigsten Touristenziele Djerbas und wird Sie mit ihrem einzigartigen Charme verzaubern.

 

Kastell

Das Kastell Bordj el-Kastil, von den Einheimischen auch „Skorpionfestung“ genannt, wurde 1289 durch den spanischen Eroberer Roger de Loria erbaut und besticht noch heute durch seine verlassen-geheimnisvolle Atmosphäre. In etwa 10 Kilometer Entfernung der Stadt El Kantara diente die ehemalige Festung lange Zeit als militärischer Stützpunkt und wurde im 15. Jahrhundert sogar noch erweitert. Heute ist von dem Kastell nur noch eine Ruine übrig, die gerade für Besucher mit historischem Interesse besonders interessant ist. Nur bei Ebbe kann das auf einer Seezunge gelegene Bordj el-Kastil nur noch mit geländetauglichen Fahrzeugen erreicht werden. Der malerische Anblick ist dabei ein Magnet für Touristen und Fotografen.

 

Römmerdamm

Die Erbauung des etwa Zehn Kilometer langen Römerdamms geht dem Namen entsprechend bereits auf die Zeit der Römer zurück. Während der Damm über Jahrhunderte Djerbas Südseite mit dem Festland verband, wurde er im Rahmen der Auseinandersetzungen Draguts mit den Spaniern im Jahre 1551 durchbrochen, um die Insel vom Festland zu trennen. 1951 wurde er wiederaufgebaut und ist heute wieder die wichtigste Verbindung zum Festland. Auf den betonierten Straßen bietet sich Ihnen ein einzigartiger Anblick auf das Festland, die Insel Djerba und das Meer. Genießen Sie die wehenden Meeresbrisen, während Sie das historisch bedeutsame Verbindungsstück befahren.

 

Houmt Souk

Houmt Souk ist mit ihren etwa 65.000 Einwohnern die einzige größere Stadt auf Djerba und daher das Besucherzentrum der Insel. Der Name dieser wunderschönen Stadt bedeutet Marktsiedlung, was auf die zentrale Funktion des Ortes als Handels- und Hafenstadt zurückgeht. Heute hat sich Houmt Souk auf den Handel im Tourismusbereich spezialisiert und ist daher gerade für Souvenirjäger und kulinarischen Liebhabern äußerst beliebt. Besonders sehenswert in der Stadt sind vor allem die so genannte Piratenfestung (Bordj-el-Kebir) sowie das Völkerkundemuseum und der Bazar mit seinen reichhaltigen Waren, welche zwischen Moderne und Tradition vermitteln.

 

Bordj-el-Kebir

Auf ganz Djerba steht zweifellos die riesige Festungsanlage Bordj-el-Kebir im Zentrum touristischer und historischer Betrachtungen. Das ursprünglich durch Roger de Loria, der Djerba für den König von Aragon eroberte, erbaute kleine Fort wurde im Laufe der Zeit ausgebaut und erreichte im 15. Jahrhundert seine heutige Größe. 1904 wurde das Fort, nachdem es lange Zeit leer stand und immer weiter verfallen war, unter Denkmalschutz gestellt. Im Jahre 1968 begann man mit der Renovierung der Fassade. Heute ist Bordj-el-Kebir für Besucher täglich geöffnet und bietet seinen Besuchern atemberaubende Einblicke in das Leben von Soldaten.

 

Unterirdische Mühlen

Da die Herstellung von Olivenöl auf Djerba eine lange Tradition aufweist, finden sich an verschiedenen Orten der Insel weiße Kuppeldächer, unter denen sich unterirdische Mühlen befinden. Durch das konstante Halten Temperaturen unterhalb des Erdbodens wurde somit die Herstellung von Olivenöl deutlich vereinfacht. Ursprünglich trieben Kamele, Dromedare oder Esel die Mühlenräder an, welche das Öl aus den Oliven pressten. Wenn Sie sich in die unterirdischen Mühlen begeben und einen umfangreichen Einblick in die kulinarische Kultur des Landes erhaschen, dann ist es durchaus möglich, dass die eine oder andere Kostprobe einheimischer Leckereien auf Ihren Gaumen wartet.

 

Guellala

Guellala ist eines der beiden Töpferdörfer, in denen die berühmtesten tunesischen Keramikwaren hergestellt werden. Das Dorf befindet sich an der südlichen Küste Djerbas und ist einer der ältesten Orte der Insel. Bereits Römer verzeichneten diesen auf ihren Karten. Man gehe davon aus, dass bereits vor 3500 Jahren dort die ersten Brennöfen errichtet wurden. Über eine Karawane wurden dann von dort aus die produzierten Schalen und Gefäße nach Houmt Souk gebracht und von dort aus in andere Teile Nordafrikas exportiert. Wenn Sie den örtlichen Keramikmarkt aufsuchen, werden Sie viele Vasen und Teller vorfinden, sie sich zu meist günstigen Preisen kaufen lassen. Daher ist das bezaubernde Dörfchen Guallala gerade für Andenkensammler der richtige Ort zum Shoppen auf Djerba.

 

Meninx

Meninx ist eine ehemalige Handelsniederlassung aus römischer Zeit im Süden El Kantaras. Höchstwahrscheinlich wurde dort bereits zu Zeiten der Phönizier ein reger Handel mit Tuchwaren und Töpfereiprodukten betrieben, welche in den anderen Orten der Insel hergestellt wurden. Als ehemals lebendige Hafenstadt besaß Meninx ein Amphitheater, eine Basilika sowie mehrere Thermen. Heute sind von der einstigen Handelsmetropole nur Ruinen übrich, die nach wie vor darauf warten, von Archäologen ausgegraben zu werden. Gerade für Touristen eröffnet sich ein interessanter Einblick in die Vielfalt der antiken Kulturen auf Djerba. Erleben Sie die mitunter ältesten Monumente einer ehemaligen Metropole und lassen Sie sich vom Anblick antiker Ruinen verzaubern!

 

Der Leuchtturm Ras Tourgueness

Mit seinen 54 Metern ist der Leuchtturm Ras Tourgeness der höchste auf der Insel Djerba und somit sogar in ganz Tunesien. Dieser wunderschön anzusehende Turm zeigt sich bereits aus großen Entfernungen und bot somit lange Zeit ankommenden Schiffen die Möglichkeit, sich zu orientieren. Ras Tourgeness befindet sich auf einer Anhöhe an der Ostseite der Insel am Kap Taguermess (Tourgeness), welcher über den wohl besten Sandstrand der Insel verfügt. Leider ist er bis heute Besuchern nicht zugänglich, ist aber aus nächster Nähe von außen anzusehen. Gerade für Fotomotive bietet dieser Ihnen einzigartige Momente inmitten der sonst verlassenen Küstengegend.

 

El Kateb Moschee bei Midoun

Die El Kateb Moschee im Westen der Stadt Midoun ist eine Moschee aus dem 19. Jahrhundert, welche der Hagel Sophia in Istanbul nachempfunden wurde. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Prachtbau wie das byzantinische Vorbild, sondern um ein schlichtes Gebäude im ottomanischen Stil. Da die Moschee heute noch in Benutzung ist, ist für Besucher nur die Besichtigung des Innenhofes möglich. Erleben Sie eine der wichtigsten Moscheen auf Djerba hautnah und lernen Sie somit die tunesische Kultur kennen und lieben.

 

Midoun

Das hübsche Städtchen Midoun ist der zweitwichtigste Marktort auf der Insel Djerba. Mit seinen 7000 Einwohnern bildet es ein Touristenzentrum mit vielen Restaurants und Cafés, die gerade für Besucher von außerhalb leckere Speisen aufweisen. Während freitags Markttag ist, was besonders für Souvenir- und Delikatessenjäger interessant ist, findet dienstags zur Zeit der Saison eine Vielzahl an folkloristischen Veranstaltungen statt. Große Tanzveranstaltung usw. Spieler mit Kamelen und Dromedaren imitieren dabei Hochzeitsfeiern, auf denen sich jedoch keine Braut findet. Diese zeigen Ihnen tunesische Bräuche und lassen Sie direkt die vielfältige Kultur Djerbas erleben.

 

Ehemalige Schädelpyramide

Zwischen dem Hafen von Houmt Souk und der Festungsanlage Bordj el Kebir befindet sich ein weißer Obelisk, welcher als Denkmal an die dort bis 1848 stehende Schädelpyramide mit 9 Metern Höhe erinnert. Diese Schädelpyramide geht auf den Versuch der Spanier zurück, die Insel Djerba im Jahre 1510 zu erobern. Nachdem diese über mehrere Jahrzehnte nach Niederlagen erneut versuchten, die Insel zu erobern, wurden sie schließlich im Jahre 1550 in das Fort Bordj el Kebir getrieben, wo ihnen nach 3 Monaten Nahrung und Wasser ausgingen. Dragut ließ alle 5000 Mann köpfen und stellte ihre Überreste in Form der so genannten Schädelpyramide öffentlich dar. Somit lassen sich dem an historischen Ereignissen interessierten Besucher viele Informationen über die einzigartige Geschichte der Insel in Erfahrung bringen.

 

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